Tinnitus
Kampf den Störgeräuschen - Hilfe für Tinnitus-Patienten
Moderne Hörgeräte verschaffen Erleichterung - Dämpfung des „Pieptons“ durch Gegenschall
Menschen mit Tinnitus erleben einen chronischen „Piepton“ als ständigen Begleiter. Viele von ihnen nutzen zugleich Hörgeräte. Dieser Gruppe verschaffen Hörgeräte der neuesten Generation unter Umständen eine erhebliche Linderung.
Denn solche Hörgeräte sind in der Lage, den Tinnitus durch einen Gegenschall „einzuhüllen“. So wird der Störton zwar nicht eliminiert, aber gedämpft und abgemildert.
Studien haben gezeigt, dass Tinnitus-Patienten sich in Umgebungen, die bestimmte natürliche Klanggeräusche (Wasserrauschen, Vögelgezwitscher u. a.) aufweisen, wohler fühlen. Diesen Umstand machen sich moderne Hörgeräte zu nutze. Sie heben in wechselnden Klangumgebungen die Geräusche eines festgelegten Frequenzbereiches hervor. So erzeugen sie ein „akustisches Klima“, in dem die als angenehm empfundenen Klanganteile sich hervorheben und wohltuend auf das Klangbild einwirken.
Je flexibler die Hörgeräte eingestellt werden, desto effektiver können sie den Tinnitus-Ton einhüllen. Dazu ist es jedoch wichtig, auf Hörgeräte jüngerer Bauart zurückzugreifen, die bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen. Sie sollten sich durch einen natürlichen Klang auszeichnen und mit einer hohen Bandbreite von bis zu 10 kHz ausgestattet sein. Die Bandbreitengröße gibt Auskunft über den Umfang des Klangspektrums, der übertragen wird. Eine Bandbreite von 10.000 Hz ist in der Lage, alle Töne zwischen 0 und 10.000 Hz zu erfassen und wiederzugeben. Verfügen die Hörgeräte zudem über eine Mindestanzahl von Kanälen (bis zu 15), können sie vom Hörakustiker flexibel programmiert werden
(Oticon-Presse 01/2010)